BÜCHERBÖRSE

Frankreich, der Gastgeber der Fußball-EM

Frankreich, der Gastgeber der Fußball-EM (c) svetikd - istock

Frankreich, das Land der Tricolore, wo die Marseillaise als Nationalhymne erklingt, ist der Gastgeber der diesjährigen Fußball-Europameisterschaft. Doch abseits von Fußball und dem Fakt, dass Starspieler Franck Ribéry von Bayern München nicht an der EM teilnehmen wird, gibt es viel zu entdecken und auch das ein oder andere Wissenswerte über La France zu erfahren. Der flächenmäßig größte Staat der EU ist mit seinen knapp 66 Millionen Einwohnern deutlich dünner besiedelt als die meisten mitteleuropäischen Staaten. Das westeuropäische Land bietet landschaftlich fast alles, von den Alpen und Pyrenäen über das Mittelmeer und die Atlantikküste hin bis zum rauen, bretonischen Nordwesten. In der südlichen Mitte des Landes befindet sich das Zentralmassiv, welches in Höhen von bis zu 1885 Meter emporragt. Davon wird die österreichische Nationalmannschaft nichts sehen, denn deren Spielorte sind das südwestlich gelegene Bordeaux sowie Paris, wo gleich zwei Spiele stattfinden werden.

Bordeaux liegt an der Garonne, nahe des Atlantiks im Département Gironde. In Bordeaux selbst sprechen nur noch 3 % der Bevölkerung das ursprüngliche Gaskognisch, eine okzitanische Sprachvarietät, in der Region selbst aber immerhin noch 500.000 Menschen. Berühmt ist es vor allem für seinen Wein, daher passt das Spiel Österreich – Ungarn sehr gut in diesen Ort. Während der Europameisterschaft startet in Frankreich ferner noch die Tour de France Anfang Juli und schon im Juni findet das berühmte 24-Stunden-Rennen von Le Mans statt.

Vergessen werden dürfen aber auch nicht die vergangenen Terroranschläge, unter anderem auch am Rande des Freundschaftsspiels Frankreich – Deutschland. Daher herrscht immer noch der Ausnahmezustand, die Spiele werden wohl mit viel Polizei, Militär, insgesamt bis zu 10.000 privaten Sicherheitskräften und Scharfschützen gesichert werden. Fans müssen sich auf lange Wartezeiten vor den Stadien einstellen, da alle Stadiongänger ausnahmslos kontrolliert werden sollen.

 

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