BÜCHERBÖRSE

Studie: Das Ausland lockt Österreichs Toptalente

Studie: Das Ausland lockt Österreichs Toptalente (c) OMV Aktiengesellschaft

Students4excellence präsentiert die bislang größte Studie zu den „Erwartungen von High Potentials für den Berufseinstieg“ in Österreich.

Österreichische Toptalente zeigen eine hohe Bereitschaft, für ihre Karriere ins Ausland zu gehen. 99 Prozent können sich vorstellen, im Ausland zu arbeiten. Jeder Siebte (15 Prozent) möchte sogar ausschließlich einen Job im Ausland antreten. Das ergab die bislang größte Umfrage zu den Erwartungen österreichischer High Potentials an ihren Berufseinstieg. Für die Studie wurden mehr als 470 Topstudenten aus Österreich und der CEE Region (Central and Eastern Europe) vom österreichischen Netzwerk students4excellence befragt. Die Befragung lieferte zudem Erkenntnisse zu den wichtigsten Faktoren bei der Wahl des ersten Arbeitgebers, zu Erwartungen an Gehalt und Arbeitszeit sowie anderen Karriere-Themen.

Längerfristige Auslandsaufenthalte, wie die Arbeit an einem Projekt für mehrere Monate oder gar eine Expat-Anstellung für mehrere Jahre, sind für die befragten High Potentials besonders attraktiv. „International agierende Unternehmen, beispielsweise in der Consulting-Branche, begrüßen diesen Trend. Wir greifen diese Entwicklung mit verschiedenen Angeboten und Programmen auf, die unseren Beratern eine internationale Arbeitsweise bieten“, erläuterte Verena Margreiter von McKinsey & Company. Als bevorzugte Regionen gelten für die Befragten Deutschland, Schweiz und Großbritannien. Weniger beliebt sind dagegen Asien sowie Australien und Afrika.

Für den Berufseinstieg werden große internationale Unternehmen von den befragten Toptalenten bevorzugt – insbesondere von CEE-Studierenden. Es folgen mittelgroße Unternehmen und heimische Großunternehmen auf der Liste für den Berufseinstieg. Allerdings ist auch die Selbständigkeit für die befragten Toptalente interessant: Fast die Hälfte der Befragten könnte sich vorstellen, ihre Karriere als Selbständige zu beginnen – allerdings ist dies nur für 2 Prozent die einzige Option. Als attraktivste Branchen nennen die befragten High Potentials: Consulting, Automotive & Assembly, Öl/Energie und Finanzdienstleistungen (Banking, Versicherung).

Wichtig bei der Wahl des Arbeitgebers

Die entscheidenden Faktoren bei der Wahl des ersten Arbeitgebers sind für die Befragten eine interessante Tätigkeit, gute Aufstiegsmöglichkeiten und eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Die Kriterien Gehalt und Work-Life-Balance folgen erst auf den Rängen vier und fünf. "Jungakademiker wollen für ihren beruflichen Einsatz nicht mehr nur monetär entlohnt werden, sondern erwarten sich neben einer herausfordernden Tätigkeit zu Recht auch ein anregendes und angenehmes Arbeitsklima. Das Bedürfnis nach einem inspirierenden, offenen Arbeitsplatz, an dem man sich wohl fühlt, nehmen wir sehr ernst. Unsere neue Zentrale, der Erste Campus, wird diese Kriterien voll erfüllen", meinte dazu Markus Posch, Head of Group HR der Erste Group. 54 Prozent der Befragten erwarten eine Verweildauer von drei Jahren oder weniger beim ersten Arbeitgeber.

45.450 EUR Bruttojahresgehalt

Österreichs Toptalente zeigen ihre Leistungsbereitschaft auch in ihren Erwartungen an Arbeitszeiten: Mehr als die Hälfte der Befragten ist bereit, über 50 Stunden pro Woche zu arbeiten. Gleichzeitig geben sie jedoch ein überdurchschnittliches Einstiegsgehalt an. Im Schnitt erwarten die High Potentials 45.450 EUR Bruttojahresgehalt –  und somit deutlich mehr als ein durchschnittliches Einstiegsgehalt für Uni-Absolventen.

„Einstiegsgehälter sind eine spannende Indikation – es ist klar, dass sich High Potentials da mehr erwarten, wirklich entscheidend ist jedoch die weitere Entwicklung – beruflich und gehaltlich – und die hängt dann davon ab, wie man seine High-Potential ‚PS‘ auch wirklich auf die Straße bringt“, sagte Georg Horacek, Senior Vice President Human Resources bei OMV.

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
 

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