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Studieren mit Hund: Geht das eigentlich?

Studieren mit Hund: Geht das eigentlich? Foto: B@rt at the Dutch language Wikipedia

Viele junge Menschen denken daran, einem Hund ein zuhause zu geben. Die Gründe hierfür sind vielseitig und reichen von Einsamkeit in der Singlewohnung über Tierliebe bis zu dem Wunsch einem Hund aus dem Tierheim ein sicheres Heim zu geben. Hier stellt sich jedoch die Frage, ob man als StudentIn mit Hundewunsch eigentlich das Studium mit dem Vierbeiner daheim vereinbaren kann...

Bevor man sich als Student oder Erwerbstätiger dafür entscheidet, einen Hund ins Haus zu holen, müssen einige Aspekte berücksichtigt werden. Jeder, der einen Hund möchte, muss verstehen und verinnerlichen, dass man damit Verantwortung für ein Lebewesen übernimmt, welches völlig vom Menschen abhängig ist. Hunde brauchen Aufmerksamkeit, Zeit, Fürsorge und Pflege. Man muss auch kompromissbereit und geduldig sein.  Doch auch wenn man sicher ist, dass man für den Vierbeiner Opfer aufbringen kann und will, so muss man ein paar grundlegende Regeln beachten.

Welpe in da House

Wenn man einen Welpen anschaffen möchte, muss man sich darüber im Klaren sein, dass er sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit benötigt. Er wird nicht innerhalb von zwei Wochen stubenrein und kann auch nicht stundenlang alleine gelassen werden. In der Wildbahn wäre ein Welpe ohne Rudel zum Tode verurteilt. Erst ab vier Monaten kann ein Welpe tagsüber länger alleine gelassen werden. Wenn du den Kleinen z.B. wegen einer Lehrveranstaltung alleine lassen musst, bedenke, dass die Schlafphasen eines Welpen kürzer sind und dass er während des Alleinseins sicherlich mehrmals hungrig und mit drückender Blase aufwachen wird. Das deutsche Portal hundeseite.de hat ein paar Tipps zur Welpenhaltung und Erziehung zusammengestellt, die Hundebesitzern vor allem in den ersten Wochen helfen können.

Hund Allein zu Haus?

Eine Alternative für jene, die nicht ausreichend Zeit für einen Welpen haben, gibt es aber: Man kann einen erwachsenen Hund übernehmen, z.B. aus einem Tierschutzheim oder von einer anderen Familie. Ein erwachsener Hund schläft die meiste Zeit während des Tages und wenn er genug Auslauf bekommt, kann er auch ruhig ein paar Stunden am Tag alleine bleiben. Das Beibringen von Alleinsein, ob bei einem Welpen oder bei einem erwachsenen Hund, muss immer langsam angegangen werden. Daher soll man Hunde zunächst nur über einen kurzen Zeitraum alleine lassen und dann Schritt für Schritt die Zeitspanne ausdehnen. Gerade in der Anfangszeit kann es helfen beim Zurückkommen ein Leckerli parat halten.  Man darf aber nicht vergessen, dass Vierbeiner unabhängig vom Alter auch Verlassensängste haben können. Einen Plan B zu haben ist daher nie verkehrt: Vielleicht hat ein guter Freund kurz Zeit, mit dem Hund eine Runde spazieren zu gehen, wenn du auf die Uni musst? Sonst muss man einen Hundesitter beauftragen.

Artgerechte Haltung

Der Hund muss artgerecht gehalten werden: er muss jeden Tag mindestens zwei Mal hinaus und Gassi gehen- wenn nicht öfter möglich zumindest morgens und abends. Der Hund braucht konsequente Erziehung und das sogenannte Alphamännchen. Ausreichend Bewegung und geistige Betätigung, gemeinsames Spielen und Toben ist für den Hund geistig fordernd baut aber auch das Vertrauen auf. Der Vierbeiner muss außerdem auch die Möglichkeit haben, mit seinen Artgenossen zu spielen. Dafür sind die in österreichischen Städten die zahlreichen Hundeparks oder Hundezonen geeignet.

Richtige Ernährung

Darüber hinaus muss dem Hund regelmäßig frisches Futter und Wasser zur Verfügung gestellt werden. Ob Trocken- oder Nassfutter, Hauptsache ist, es beinhaltet ausreichend Nährstoffe und Vitamine. Werden die Nährstoffbedürfnisse der Tiere nicht gedeckt, so können sie Mangelerscheinungen aufweisen, wie Schlappheit oder glanzloses Fell und starken Mundgeruch. Zahlreiche Portale beschäftigen sich auch online mit der Futterproblematik von Tieren. Wer noch unsicher ist, welches Futter geeignet ist und was Hunde benötigen, kann auch auf diversen Internetportalen Antworten dazu finden. Beispielsweise hat das deutsche Portal Asklubo nützliche Tipps zum Hundefutter zusammengestellt. So ist neben den Nährstoffen auch darauf zu achten, für welche Hunderassen welches Futter geeignet ist und wie durch richtige Ernährung der Tiere auch gesundheitlich vorgebeugt werden kann. Auch der regelmäßige Besuch beim Tierarzt zwecks Kontrolle, Impfung und Entwurmung muss eingeplant werden.

Die Kostenfrage

Tierarztbesuche, Nahrung, Hundesitter, Spielzeug und Zubehör - all das stellt regelmäßige Kosten dar. Vor allem wenn der Vierbeiner krank wird, muss man sich auf erhöhte Ausgaben für Medikamente vorbereiten. Doch das ist nicht alles. Zusätzlich ist in Österreich noch die Hundeabgabe für die Hundehaltung zu entrichten. Hierfür muss der Hund bei der entsprechenden Behörde, wie z.B. beim Gemeindeamt, gemeldet werden. Zudem müssen alle Hunde in Österreich mit einem Chip gekennzeichnet werden.

 

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