Soft Skills spielen in so gut wie jeder Stellenanzeige eine Rolle. Der ideale Kandidat überzeugt nicht nur durch seine fachlichen Qualifikationen, sondern auch durch Teamgeist, soziale Kompetenz und Eigeninitiative – was er im Bewerbungsverfahren natürlich auch belegen muss.

Unabhängig von deinem Studienfach musst du damit rechnen, dass sich deine fachlichen Qualifikationen nicht sehr stark von denen deiner Mitbewerber auf eine ausgeschriebene Stelle unterscheiden. Von anderen Kandidaten hebst du dich nicht zuletzt durch deine Soft Skills ab. Auf den ersten Blick ist das nicht ganz einfach, da sich Soft Skills nicht direkt durch Zeugnisse und andere Leistungsnachweise belegen lassen. Natürlich erwarten die Personalentscheider auch keine allgemeinen Verweise auf Teamfähigkeit oder Belastbarkeit, sondern nachvollziehbare Informationen über die „weichen“ Fähigkeiten von Bewerbern.

Soft Skills in der schriftlichen Bewerbung

Schon die Formulierung des Anschreibens und die Gestaltung der Bewerbungsmappe geben Aufschluss über einige Soft Skills. Beispielsweise lassen sie erkennen, ob hinter einer Bewerbung echtes Engagement und Motivation für eine Karriere in diesem Unternehmen stehen. Daneben verweisen die Bewerbungsunterlagen auch auf wichtige methodische Kompetenzen: Wie strukturiert werden Informationen aufbereitet? Ist der Kandidat in der Lage, sich dabei auf Wesentliches zu beschränken? Setzt er damit trotz des strikten formalen Aufbaus der schriftlichen Bewerbung persönliche Akzente?

Im Lebenslauf werden indirekt auch Soft Skills deutlich

Im Lebenslauf finden Personalentscheider zahlreiche indirekte Hinweise auf die Soft Skills von Bewerbern. Gut gewählte Praktika lassen vorausschauendes Planen und Zielstrebigkeit erkennen. Ein erfolgreich absolviertes Auslandspraktikum legt nahe, dass dafür unter anderem ein hohes Maß an Flexibilität, Durchsetzungsfähigkeit sowie interkulturelle Kompetenzen nötig waren. Auch Nebenjobs während des Studiums, soziales Engagement und einige Hobbys können Aufschluss über das Vorhandensein bestimmter Soft Skills geben, ohne dass diese in den Bewerbungsunterlagen direkt angesprochen werden. Wichtig ist allerdings, dass dabei ein „roter Faden“ sichtbar wird, der in einem erkennbaren Bezug zur angestrebten Stelle steht.

Spezielle Kenntnisse und Erfahrungen – eventuell auf einer „dritten Seite

Analytische Fähigkeiten werden unter anderem durch die Themenwahl und den erfolgreichen Abschluss deiner Bachelor- oder Masterarbeit deutlich. Etwas schwerer ist, auch die persönliche Kreativität bereits in der schriftlichen Bewerbung nachzuweisen. Kreativität im Job ist übrigens nicht auf einige wenige Arbeitsfelder eingegrenzt, sondern bedeutet branchenübergreifend, dass Mitarbeiter in der Lage sind, eigene Ideen einzubringen und in die Praxis umzusetzen, über gute Problemlösungsfähigkeiten verfügen und auf berufliche Anforderungen flexibel reagieren.

Wenn es in deiner Biografie gute Beispiele für solche und andere Fähigkeiten gibt, bietet sich die Integration einer sogenannten „dritten Seite“ in die Bewerbungsunterlagen an. Sie ermöglicht, persönliche Erfahrungen, Kenntnisse und Motivationen darzustellen, die für dein berufliches Profil und die jeweilige Bewerbung relevant sind, den Rahmen des Lebenslaufes jedoch sprengen würden.

Soft Skills im Vorstellungsgespräch

Wenn du eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhältst, hast du die größte Hürde im Bewerbungsverfahren erfolgreich hinter dich gebracht. Dein berufliches Profil entspricht den grundsätzlichen Anforderungen an den neuen Mitarbeiter. Im persönlichen Gespräch wollen die Personalentscheider sich nun ein ganzheitliches Bild von den Bewerbern machen. Dabei stehen vor allem die Soft Skills auf dem Prüfstand.

Natürlich kommen auch im Vorstellungsgespräch deine Bewerbungsmotivation, dein Wissen über das Unternehmen und die ausgeschriebene Position sowie Details aus deinem Lebenslauf zur Sprache. Mindestens ebenso wichtig ist den Personalverantwortlichen jedoch die Art und Weise, wie du in der Gesprächssituation agierst. Deine Soft Skills beweist du auch, wenn du die Kommunikationsstrategien der Personaler – beispielsweise Stress- oder Manipulationsfragen – erkennst und darauf souverän und angemessen reagierst.

Soft Skills im Assessment Center

Falls in das Bewerbungsverfahren ein Assessment Center integriert ist, kommt es in besonders hohem Maße auf die „weichen“ Fähigkeiten an. Die Übungen dienen weniger dazu, die Fachkenntnisse der Bewerber zu ermitteln, vielmehr geht es dabei um die aktive Anwendung persönlicher und sozialer Kompetenzen. Typische Assessment Center umfassen beispielsweise Tests zu Selbstorganisation und Priorisierungsfähigkeiten, Stressresistenz und Belastbarkeit, kommunikativen und analytischen Kompetenzen, Präsentationsfähigkeiten und natürlich auch zu Teamfähigkeit und „Leadership“.

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