BÜCHERBÖRSE

Vorstellungsgespräch

Gut vorbereitet zum Vorstellungsgespräch

Du hast eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten? Herzlichen Glückwunsch! Die erste Hürde vor dem Traumjob ist damit geschafft. Im Gespräch kommt es nun auf einen überzeugenden persönlichen Auftritt an – dafür ist gute Vorbereitung nötig.

Die Einladung zum Vorstellungsgespräch ist eine klare Botschaft: Deine Bewerbungsunterlagen haben die Personaler von deiner fachlichen Eignung für die offene Stelle überzeugt. Jetzt wollen sie sich ein Bild von deinen persönlichen Qualitäten machen. Auch im Vorstellungsgespräch wird es um deine Qualifikationen, deine Stärken und Schwächen sowie um deine Motivation für die Bewerbung gehen. Außerdem wollen deine Gesprächspartner erfahren, was du für ein Mensch bist, wie professionell du auftrittst und ob du in ein bestimmtes Team oder insgesamt zum Unternehmen passt. Deine eigenen Erwartungen an die Firma und die neue Stelle werden ebenfalls ein Thema sein. Durch gute Vorbereitung gewinnst du Sicherheit und kannst – für einen professionellen Eindruck wichtig – mit  deinen Gesprächspartnern auf Augenhöhe kommunizieren.

Gut vorbereitet zum VorstellungsgesprächProfessionelle Höflichkeit: Die Terminbestätigung

Zum Vorstellungsgespräch laden Unternehmen entweder telefonisch, per Brief oder per E-Mail ein. Bei einer telefonischen Einladung ist eine Bestätigung des Termins natürlich nicht mehr nötig, in allen anderen Fällen zeugt sie von Interesse und professioneller Höflichkeit. Die Terminbestätigung kann – möglichst am Tag, an dem die Einladung bei dir ankommt – via E-Mail oder Telefon erfolgen. Falls du den Termin aus einem wichtigen Grund nicht wahrnehmen kannst, ist natürlich auch die Bitte um einen alternativen Gesprächstermin erlaubt.

Welche Unterlagen müssen vorbereitet werden?

Am besten nimmst du zum Vorstellungsgespräch eine vollständige Kopie deiner Bewerbungsunterlagen mit. Die Mappe sollte auch Schreibutensilien für eigene Notizen enthalten. Einen Fauxpas, der immer wieder vorkommt, solltest du dabei auf jeden Fall vermeiden: Der Name oder das Logo anderer Firmen sollten auf dem Stift oder dem Notizblock nicht erscheinen.

Eine ausführliche Unternehmensrecherche ist unverzichtbar

Recherchen zum gewünschten Arbeitgeber hast du sehr wahrscheinlich schon vor der Zusammenstellung der Bewerbungsmappe vorgenommen. Vor einem Vorstellungsgespräch ist es wichtig, die Unternehmensrecherche nochmals zu vertiefen. Dabei geht es nicht nur um den Firmennamen und den Sitz des Hauptquartiers, sondern um umfassendes Wissen über die Firma:

  • Welche Rechtsform hat sie?
  • Welche Standorte gibt es? Existieren Mutter- oder Tochter-Firmen? Gibt es Niederlassungen im Ausland?
  • Welches Produktportfolio wird angeboten? Wie ist die aktuelle Wettbewerbsposition der Firma und wie hat sie sich entwickelt? Wer sind die wichtigsten Wettbewerber?
  • Werden derzeit neue Geschäftsbereiche aufgebaut oder Firmenteile aufgegeben?
  • Wie viele Mitarbeiter sind in der Firma tätig? Wird der Personalbestand aufgestockt?
  • Sind Entlassungen geplant?
  • Welches Image hat und welche Philosophie vertritt die Firma?

Bei der Unternehmensrecherche geht es einerseits darum, im Hinblick auf das Unternehmen Interesse, Motivation und inhaltliche Kompetenz zu zeigen. Außerdem wird zu irgendeinem Zeitpunkt im Vorstellungsgespräch auch die Frage eine Rolle spielen, welche langfristigen Perspektiven du mit der angestrebten Tätigkeit verbindest – beantworten lässt sie sich nur, wenn du die Strukturen des Unternehmens kennst. Recherchequellen sind neben den Unternehmens-Webseiten und Medienbeiträgen auch Business-Portale und soziale Netzwerke im Internet. 

Stärken-Schwächen-Analyse

Zentrale Fragen im Vorstellungsgespräch sind deine beruflichen Stärken, Schwächen, deine Teamfähigkeit und Ziele. Zum Teil kommen sie explizit zur Sprache, zum Teil leiten deine Gesprächspartner ihre Antworten darauf aus deinem Gesamtauftritt und deinen Reaktionen auf bestimmte Fragen ab. Zur Vorbereitung gehören deshalb auch eine Stärken-Schwächen-Analyse und Überlegungen zu persönlichen Zielvorstellungen, die im Zusammenhang mit der neuen Stelle realistisch sind. Typische Fragen dazu haben wir hier für dich zusammengefasst.

Deine Selbstpräsentation -  Marketing in eigener Sache

Mit deiner Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch betreibst du Marketing in eigener Sache, was nicht immer einfach ist – ein Vorstellungsgespräch ist für die meisten auch mit Anspannung und Nervosität verbunden. Im Vorfeld des Gesprächs kannst du jedoch trainieren, wie du dich präsentieren willst, wie du mit „problematischen“ Situationen oder provokanten Fragen umgehst und wie du deinen Auftritt durch eine positive Körpersprache unterlegst. Vielleicht bittest du einen Freund, in einem Rollenspiel den Part des Personalverantwortlichen zu übernehmen. Falls du dich sehr unsicher fühlst, ist es sinnvoll,  über ein professionelles Bewerbungscoaching nachzudenken, von dem du auch für künftige Vorstellungsgespräche und in deinem beruflichen Alltag profitieren wirst.

Kleiderfragen sind keine Nebensache

Kleiderfragen sind keine Nebensache – die Auswahl der passenden Kleidung und gegebenenfalls ein Friseurbesuch sollten nicht in letzter Minute, sondern schon einige Tage vor dem Gespräch erfolgen. Wichtig ist, dass deine Kleidung deinen professionellen Auftritt unterstreicht, aber auch zu dir passt und du dich nicht verkleidet fühlst. 

Bild: shironosov  - istock

 

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